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 >> 09.04.2013 <<

ICH BIN

Ich Bin und kein Tun ändert etwas daran.
Alles was wir brauchen ist in uns. Wir können nichts tun, um zu werden, was wir schon immer sind. Das ewige Sein, die lichtvolle Liebe, das liebende Licht, IST.

Das Einzige, was wir mit all dem Tun erreichen, ist die Beschäftigung des Verstandes oder auch der Körper. All die Wege, die wir gehen, um Ziele zu erreichen, geht der Verstand. Das wahre Sein, was wir wirklich sind, kennt kein Ziel. Hier ist der Weg das Ziel, der Moment an sich. Wozu sollte es auch Ziele haben, wenn es doch gar nichts zu erreichen gibt, sondern nur zu erleben, es zu beobachten aus dem Verlangen heraus sich selbst zu erfahren.

Die Quelle entfaltet sich nicht aus Mangel, um Wert zu erschaffen. Sie ist sich ihrer Ganzheit und dem Sein gewahr, sie braucht sich nicht zu beweisen, was sie ist. Denn sie weiß, dass sie alles ist, was ist. Sie entfaltet sich um zu erleben, sich zu beschäftigen. Sie tut nicht, um zu sein, sie tut, weil sie ist. Sie ist ewiglich ohne Anfang und ohne Ende. Sie muss nichts tun, um sich ihre Existenz zu verdienen.

Doch der Verstand weiß aus seiner Identifikation mit sich selbst nicht um das wahre Sein. Er ist was er ist, ein Körper, mit Anfang und Ende. Daraus erwächst all seine Angst, all seine Ignoranz. Wenn das Bewusstsein den Körper verwechselt mit dem wahren Sein, sich verliert in Illusion und Traum, so ist das Resultat Angst und Leid.
Angst vor dem Leben und Angst vor dem Sterben. Angst vor der Zukunft, die der Verstand aus der Vergangenheit heraus befürchtet. Er ist vergänglich und hält sich deshalb für klein. Er hat Angst zu vergehen. Und so ist es auch, er ist geboren und wird sterben. Er taucht auf und geht wieder ein, in die Quelle allen Seins. Wie die Blume, die erblüht und verwelkt.

Solange du als Bewusstsein, als das wahre Lebendige in deinem Sein, dich für den Verstand hältst, wirst du gefangen sein in ihm. Du wirst angetrieben durch Angst und Minderwertigkeit zum Tun. Zu tun, um zu sein. Werte zu erschaffen. Dadurch dass du so tolle Sachen tust, weil du dir dadurch verdienst zu sein. Weil du große Monument erschaffst, weil du dir Denkmäler erbaust, um nach deinem Tod nicht vergessen zu werden.

All das Streben des Verstandes nach Unvergänglichkeit ist umsonst. Es dient dir gar nichts, nur das es dich im Hamsterrad rennen lässt, bis zur Erschöpfung und bis das Ende naht. Und was hast du dann gewonnen? Nichts, du hast die Zeit die dir geben war, von dir selbst, vergeudet, indem du durch Begierden und falsches Verlangen neue unerfüllte Wünsche produziert hast. Und mögen die Denkmäler, die der Verstand sich erbaut, noch so groß und mächtig sein, so werden sie vergehen und zu Staub zerfallen. Denn nichts, was nicht wirklich ist, wird ewig sein. Der Verstand ist, was er ist, ein Gefährt, das entsteht und wieder vergeht.

Du, der innewohnende lebendige Geist in diesem System bestimmst, wie du die Zeit nutzt. Benutzt du das Gefährt. um Arbeit zu verrichten, auf die du schauen kannst, um zu sagen: Seht das habe ich vollbracht, deshalb bin ich etwas Wert, da ich tue. Oder gönnst du dir Ruhe im Sein und beendest das Gehetze nach dem illusorischen Wert durch das Tun.

Da du doch alles bist, da du der Geist, das Bewusstsein bist, das alles beseelt, i,st dann nicht dein Streben nach Wert eines Körper der ohne hin vergeht, nicht sinnlos?

Erkenne, du bist nicht der Körper, nicht der Verstand, nicht die Gefühle, ja nicht mal das Spirituelle. Du bist ewiges Sein, dich immer wieder aus der Quelle erhebend und in die Vielfalt der Körper begebend. Nach deiner Reise in einem Körper gehst du wieder Heim, in die Quelle ein. Du bist nicht sagbar.

Verschwende deine Zeit nicht mit dem Streben nach Glückseligkeit, erkenne dich im Moment und entdecke die Herrlichkeit darin. Lasse dich nicht leiten von der Angst und Ignoranz des Verstandes, der Körper selbst.

Du bist fähig und ermächtigt zuzulassen, was du wirklich bist, du kannst nichts tun, um es zu werden. Denn du bist es schon seit aller Ewigkeit. Du kannst nur stehenbleiben und dich selbst beobachten. Du kannst sehen bleiben und sehen, was dann geschieht.
Solange du mit Laufen und Tun beschäftigt bist, wirst du immer weiter in Illusion dich befinden und kannst nicht sehen, was geschieht, wenn der Ozean in Stille versunken ist.

Das Ende der Identifikation mit jeglicher Form ist das Ende des Strebens nach was auch immer und somit das Ende von Angst und Leid. Dann beginnt die Reise des wahren Seins.
Ja, natürlich wirst du weiter in den Körpern wohnen, sind sie es doch, die dir das Bereisen dieser Ebenen ermöglichen und hierin ihren Sinn haben. Du wirst dich beschäftigen mit den Dingen, die dir begegnen, mit Lebensunterhalt, mit Arbeit dir Freude macht, mit Freude im Sein. Du wirst weiterhin tun, doch nicht weil du tust, um zu sein, sondern weil du bist, kannst du tun. Das Sein entsprang nie dem Tun, doch das Tun dem Sein.

Warum ich all das hier schreibe? Um zu berichten, dass alle Angst nur Illusion ist, und du nicht ihr Diener sein musst. Dass du zulassen kannst, was du wirklich bist. Dass nichts zu tun ist, um dies zu erreichen. Es hat nichts mit Möglichkeiten, Mitteln oder Zeit zu tun. Es ist in einem jeden von uns und warte bis du aufhörst zu rennen und zu Streben nach Sinnhaftigkeit.

Du bist nicht der Körper, du bist das Sein. Die Angst ist nicht wirklich und schon gar nicht dein. Was soll der Schatten dem Licht tun? Hast du schon mal gesehen, dass der Schatten sich über das Licht legt? Das wahre Sein ist Wirklichkeit, kein Illusion kann dagegen was tun. Das kleinste Licht erhält die Dunkelheit. Doch wenn du von Angst geleitet dein Licht unter den Scheffel stellst, so bekommt die Dunkelheit mehr Raum.

Probiere es aus und bleibe stehen, laufe nicht weg vor dem, was dich ängstigt und du wirst sehen, es kann dir nichts tun. Höre auf zu kämpfen, denn so stärkst du das, was dich ängstigt. Es gibt nichts Wirkliches, was es zu bekämpfen gibt. Solange du kämpfst und denkst du könntest mit diesem Tun dagegen etwas tun, stärkst du das, was du bekämpfst. Erst wenn keiner mehr hingeht, wird es keinen Krieg mehr geben, solange sich einer dafür interessiert, wird es in der Realität der Menschen sein.

Du als Bewusstsein, als der Geist belebst die Dinge. Lenke deinen Fokus auf die Angst und so wird diese Pflanze der illusorischen Angst erblühen. Sehe dich als das ewige ICH BIN, als das reine Sein und alle Angst wird vergehen.

Dein Verstand mag jetzt sagen und was ist mit alle dem Unheil und Leid auf der Welt, ich kann mich doch nicht zurücklehnen und nicht mehr tun dagegen?
All dein Tun dagegen ist ohne hin ohne Sinn, denn wenn du ein Leid verhinderst, wird woanders ein neues geboren. Der Urgrund liegt in der Illusion der Trennung und der Angst darin. Erst mit der Erkenntnis, dass Angst Unsinn ist und du dich nicht fürchten musst, wird die Ignoranz vergehen.

Wenn du jemandem hilfst, über seine momentane Angst hinweg zu gelangen, ihm jedoch nicht zeigst, dass die Angst an sich nicht wirklich ist, so ist es wie mit dem, dem du zu essen gibst, wenn er hungert. Doch wenn du ihm nicht zeigst, wie er sich selbst ernähren kann, so wird er wieder hungern, wenn du nicht mehr da bist. Wirkliche Hilfe ist, vorzuleben und zu zeigen, dass Angst nicht wirklich ist. Das ist Hilfe zu Selbsthilfe. Das ist wahre Freiheit und das Ende aller Ignoranz und somit das Ende des Urgrunds für rücksichtslose Selbstsucht, aus der alles Liede entsteht.

Wenn Angst nicht mehr ist, so breitet sich die Liebe von selbst aus. Dann wird kein Leid mehr entstehen. Wer sich erkannt hat als Alles was ist, wird sich immer um seinen Nächsten kümmern wie um sich selbst. Denn in ihm wohnt wahre Selbstlosigkeit. Denn die Identifikation mit einer Person oder einer Form gibt es nicht mehr. Warum sollte dann noch egoistisch oder zum Nachteil eines anderen gehandelt werde?

Das Ende der illusorischen Reise des Verstandes ist das Ankommen im Selbst, im ICH BIN. Und du wirst sehen, dass du nie von zuhause weg warst, du warst immer in dir.

Und so möchte ich mit den Worten von Jesus Christus zum Ende kommen,
'Ich bin der, der ich immer war, der ich bin und immer sein werde'.

In diesem Sinn wünsche ich euch Klarheit und Erkenntnis, was wirklich wichtig ist.

In Liebe Markus Ranuat


 
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